Jürgen Schaarwächter



Musikwissenschaftler

Seit 1999 ist Jürgen Schaarwächter Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Reger-Institut/Elsa-Reger-Stiftung Karlsruhe, in dieser Position u.a. Editor von Buch-, Noten- und anderen Publikationen, leitender Archivar und Bibliothekar, Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Organisator von Tagungen, Konzerten und anderen Veranstaltungen (2011 und 2013 alleiniger Organisator des Europäischen Kammermusikwettbewerbs Karlsruhe), Kurator von Ausstellungen und Moderator von Veranstaltungen, Anleiter von Hilfskräften und Praktikanten in angewandter Musikwissenschaft, Vertreter im Beirat der Eigentümergemeinschaft, Mitarbeiter am Reger-Werk-Verzeichnis und Reger-Briefe-Verzeichnis, Consultant der Reger-Werk-Ausgabe und Kustos des BrüderBuschArchivs (unter anderem wirkte er 2008 an einer Podiumsdiskussion an der Semperoper Dresden mit). Er hat an den Universitäten Koblenz und Karlsruhe Lehraufträge wahrgenommen und ist national und international ein gefragter Redner und Autor für Fachbücher, Lexika (u.a. Grove & MGG2), CD-Booklet und Rezensionen. Seit 1996 ist Gerd Hupperich der Partner an Jürgen Schaarwächters Seite, seit 2015 in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Seit 2016 wohnen beide im Kölner Schaarwächter-Haus, das zuerst 1942 von Hans Schaarwächter gemietet worden war.

Biographie

  • In 1967 in Köln als zweiter Sohn von Georg und Margot Schaarwächter geboren, zeigte Jürgen Schaarwächter schon früh musikalische Neigungen. Neben musikalischer Früherziehung durch seine Tante Gerda Schaarwächter erhielt er ab seinem fünften Lebensjahr Klavier- (u.a. bei Veronika Becker-Anwander und Gabriele Hiller) und Violinunterricht (bei Brigitte Schön, Gertraude Hoff-Mommer und Anne Cartwright). Von 1986 bis 1995 studierte er Musikwissenschaft in Köln und Gießen (u.a. bei Klaus Wolfgang Niemöller, Hans Schmidt, Manuel Gervink, Georg Feder und Heinz-Dieter Reese), Nebenfächer Kunstgeschichte und Allgemeine Sprachwissenschaft. 1990 schloss er das Magisterstudium mit einer Arbeit über Richard Strauss und die Sinfonie ab, die 1994 veröffentlicht wurde. Sein Promotionsstudium wurde unterstützt durch Stipendien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und der Studienstiftung des Deutschen Volkes. 1995 promovierte er mit der Gesamtnote 1,0 mit einer Dissertation Die britische Sinfonie 1914-1945, die 1996 mit dem Preis der Offermann-Hergarten-Stiftung ausgezeichnet wurde. 1997-8 war er Honorary Research Fellow der Universität Birmingham und arbeitete 1997-1999 an einem eigenen DFG-Forschungsprojekt zur britischen Sinfonie vor Elgar (die Forschungsergebnisse erschienen, vermehrt um eine stark überarbeitete Fassung der Dissertation, 2015 unter dem Titel Two Centuries of British Symphonism).

    Seit 1998 ist er europäischer Repräsentant der Havergal Brian Society, seit 2001 deutscher Repräsentant der British Music Society. Seit 2001 ist er Editor von Tonic, der Jahresgabe der Robert Simpson Society und Vorstandsmitglied der Robert Simpson Society, seit 2007 Vorstandsvorsitzender der Robert Simpson Society. 2009 war er Zweitgutachter einer Magisterarbeit zu Vaughan Williams an der Humboldt-Universität Berlin (Erstgutachter Hermann Danuser).